Am kommenden Freitag ist es soweit: Die Ausstellungen „In 86 Tagen um die Welt – Ludwigs internationale Kunst“ und „Plattform Aachen: Das Ludwig Forum – Idee, Planung, Realisierung“ werden um 18 Uhr zum 25-jährigen Jubiläum des Ludwig Forums in Aachen offiziell eröffnet. Passend zum Titel der ersten Ausstellung hat man 86 Tage lang, vom 2. Juli bis zum 25. September, die Möglichkeit, die Kunstwerke zu betrachten.

Der Fokus liegt hierbei auf der Begegnung von Kunst aus der ganzen Welt und der Wertschätzung fremder Kulturen. Kunstwerke aus den Bereichen der Pop Art, dem Hyperrealismus und der Graffitiszene zeigen die große Bandbreite der Kunst im Ludwig Forum.
Kunstfans werden sicherlich viele Werke aus vorherigen Ausstellung wiedererkennen, denn diese Ausstellungsstücke sind aus dem Depot des Forums ausgewählt, das über 3.000 Werke verfügt, die alle über die Jahre hinweg gesammelt wurden. Darunter sind auch Klassiker wie das „Kenia Dromedar“ von Nancy Graves oder das Gemälde „der Übergang“ von A.R. Penck. Für Jugendliche sicherlich am interessantesten ist die so genannte Pop Art. Diese verbindet klassische Elemente mit neumodischer Technik. So erinnern die Werke von ihrer Art sehr an Graffitis oder Comics, was allein von der Optik direkt anspricht, jedoch verbirgt sich hinter den Objekten darüber hinaus noch mehr. Es sind unter anderem, gesellschaftskritische Elemente eingebaut, die den Kunstwerken die Tiefe verleihen, die sie so besonders macht.
Parallel dazu befindet sich im Obergeschoss das Forschungsprojekt „Plattform Aachen“. Durch historische Fotos, Zeitungsartikel, Originaldokumente und Fernsehbeiträge kann der Besucher die Entstehung des Ludwig Forums mit verfolgen.

Zurück geht das Museum auf das Sammlerehepaar Peter und Irene Ludwig, die sich 1987 dazu entschieden, die alte Schirmfabrik in ihrer Heimatstadt umzufunktionieren. Ziel war es, verschiedene Kunstgattungen zu sammeln und den Menschen näher zu bringen.

Das gleiche Ziel verfolgt auch das Projekt „Across the borders“, das zum wiederholten Mal vom 28. Juni bis zum 21. August verschiedene Inszenierungen und Aktionen von Musik, Tanz, Performance bis zu Film ebenfalls im Rahmenprogramm des Ludwig Forums anbietet.
Dazu gibt es viele Workshops, an denen Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft teilnehmen können und unter der Anleitung und Aufsicht qualifizierter und international bekannter Tänzer, Künstler usw. Spaß haben können.
Für jeden ist etwas Interessantes dabei und es lohnt sich auf jeden Fall, dort einmal vorbeizuschauen.

www.ludwigforum.de

Text: Johannes Höppener, Lineke Bösing, Yussra Halabi
Fotos: Yussra Halabi

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