„Einer alleine kann das nicht schaffen“, darüber sind sich der Auszubildende zum Bankkaufmann, Robin Geidel, und seine Ausbilderin, Gaby Poqué, sofort einig. Teamplay, gegenseitige Unterstützung und eine familiäre Atmosphäre sind bei der 2,5 jährigen Ausbildung bei der Aachener Bank selbstverständlich.

Jedes Jahr zum 1. August starten sieben junge Leute die kaufmännische Ausbildung. Neben dem Fachabitur oder Abitur sollten die Bewerber Offenheit und Kommunikationsfähigkeit mitbringen. „Viele denken immer, beim Beruf des Bankkaufmanns zählt nur Mathe und Deutsch. Das ist natürlich wichtig, doch letztlich sollte der gesamte Notendurchschnitt und eine gute Bewerbung zeigen, dass der Bewerber wirklich interessiert ist“, sagt Gaby Poqué, die für die Ausbildung zuständig ist.
Mit der Bewerbung allein ist es jedoch nicht getan. Robin Geidel erklärt, dass er danach noch zu einer Gesprächsrunde eingeladen worden sei, mit etwa acht anderen Bewerbern wird eine zweistündige Gruppendiskussion durchgeführt. Dabei wird darauf geachtet, wie die Bewerber kommunizieren und sich in der Gruppe verhalten. Gaby Poqué merkt an, dass hier das Ziel sei, die Bewerber kennenzulernen und etwas über ihren Charakter zu erfahren. Der potenzielle „neue Teil“ der Aachener Bank soll schließlich gut zum Unternehmen passen. Wenn alles stimmt, folgt direkt die Einladung zur Vertragsunterschrift.
Den angehenden Bankkaufleuten steht nun eine spannende und abwechslungsreiche Zeit bevor. Schon vor dem Ausbildungsbeginn bemüht sich die Aachener Bank die Auszubildenden kennenzulernen. Zum Beispiel werden Unternehmungen mit Auszubildenden aus dem zweiten und dritten Lehrjahr veranstaltet.

In den ersten Tagen werden ihnen zur Unterstützung Paten aus dem zweiten Lehrjahr zur Seite gestellt, und während der Ausbildung fungieren ihre Vorgesetzten als Berater und Unterstützer. Robin Geidel empfindet es als besonders angenehm, dass die Auszubildenden und die Vorgesetzten bei der Aachener Bank auf Augenhöhe miteinander reden. „Egal in welche Einsatzstelle man kommt, man wird immer sehr gut aufgenommen und hat immer einen Ansprechpartner.“

Gaby Poqué unterstreicht, dass die Ausbildung anspruchsvoll, jedoch durch die Unterstützung der Bank gut handlebar ist. Die Azubis nehmen an regionalen Schulungen teil, bei denen sie sich mit Auszubildenden von anderen Volks- und Raiffeisenbanken austauschen und Kundengespräche simulieren. Auch intern bieten die verschiedenen Fachabteilungen der Bank Seminare an. Zudem werden für die Azubis neuerdings mithilfe eines Onlinetools Videos zu bestimmten Fachthemen bereitgestellt. Diese bieten vor allem in der Prüfungszeit durch gute Zusammenfassungen die nötige Entlastung.
In der Ausbildung nehmen die Azubis von Anfang an an den täglichen Arbeiten der Geschäftsstelle teil. Dies bedeutet, dass sie selbständig die Geschäftsstelle öffnen, ihren Arbeitsplatz organisieren, Auszahlungen und Überweisungen vornehmen und natürlich den Kunden in jeglichen Fragen beraten. Zudem gewinnen die angehenden Bankkaufleute Einblick in alle Abteilungen der Bank.
Maximilian Leithold, der für die Marketingabteilung zuständig ist, verweist darauf, dass die Auszubildenden auch bei Kundenveranstaltungen eingesetzt werden, die in den Räumlichkeiten der Aachener Bank stattfinden. Außerdem leiten die Azubis eigenständig Projekte, wie Präsentationen und Kurse, um Vereine und Schulen zu unterstützen. Hier lernen sie, Verantwortung zu übernehmen, vor einem Publikum zu sprechen  und ihre eigenen Ideen einzubringen, sodass sie sich schnell mit dem Unternehmen verbunden fühlen.
In der Berufsschule, die die Azubis fünf Mal sechs bis sieben Wochen im Blockunterricht besuchen, werden die praktischen Inhalte durch Theorie ergänzt. Die Bankkaufleute erlernen in Fächern wie Rechnungswesen, BWL, Politik und Allgemeiner Wirtschaftslehre wichtige Grundlagen.
IMG_1597aachenerbankRobin Geidel sagt, dass die Zeit in der Berufsschule oft sehr stressig ist. An seinem Ausbildungsberuf gefällt ihm besonders der Kundenkontakt. „Es ist schön, wenn man Kunden betreuen kann, wenn Kunden mit Fragen auf einen zukommen und man diese dann auch beantworten kann. Das ist das, was mir am meisten Spaß macht.“

Deshalb strebt er an, nach seiner Ausbildung, die er 2016 abschließen wird, als Berater in der Aachener Bank tätig zu sein. Es ist ein großes Ziel der Bank, die Auszubildenden als Bankkaufleute zu übernehmen. Zudem eröffnen sich nach der Ausbildung zahlreiche andere Möglichkeiten. Es bieten sich berufsbegleitende Studiengänge oder Weiterbildungen zum Bankfachwirt, Bankbetriebswirt oder zum diplomierten Betriebswirt an. Diese werden meist anteilig von der Aachener Bank mitfinanziert.
Viele junge Kollegen haben erfolgreich ihren Weg in der Aachener Bank absolviert. Einige ehemalige Auszubildende sind zur Geschäftsstellenleitung aufgestiegen. Auch das aktuelle Vorstandsmitglied Peter Jorias hat vor einigen Jahren die Ausbildung zum Bankkaufmann in der Aachener Bank absolviert und ist nun Teil des Vorstands, erzählt Maximilian Leithold.

Wenn du Spaß an mathematischen und organisatorischen Aufgaben hast, offen und kommunikativ bist und bereit bist, in einer familiären Arbeitsatmosphäre Verantwortung zu übernehmen, dann bewirb dich für die Ausbildung zur Bankkauffrau bzw. zum Bankkaufmann bei der Aachener Bank für das Jahr 2016.

Die Ausbildung auf einen Blick

Dauer: 2,5 Jahre bei Abitur oder Fachabitur
Vergütung:
1. Ausbildungsjahr: 930 Euro
2. Ausbildungsjahr: 980 Euro
3. Ausbildungsjahr: 1040 Euro
Bewerbungsverfahren: schriftliche Bewerbung, Gesprächsrunde
Ausbildungsinhalte: u. a. Geschäftsstellenbereich, Kreditbereich, Organisation, Unternehmenssteuerung
Nach der Ausbildung: Übernahme; Bankfachwirt, Bankbetriebswirt, diplomierter Betriebswirt etc.