Indien. Ein Jahr in diesem fernen unbekannten Land. Bin ich eigentlich noch ganz dicht? Diese Frage kann man sich natürlich stellen. Ich stelle sie mir nicht. Natürlich will ich Abenteuer erleben, die Welt bereisen und einfach frei sein. Aber wieso dann einen Freiwilligendienst machen?

Für mich stand schon zu Beginn der Oberstufe fest, dass ich etwas erleben will nach der Schule. Direkt weiterzulernen reizte mich nicht. Ich wollte in die große, weite Welt hinaus.
Und so begann die Suche nach einem Einsatzland, einem Projekt und einer Entsendeorganisation. Ghana, Südafrika, Brasilien oder doch lieber die Philippinen? Ich entschied mich für Südost-Asien. Diesen Teil der Erde kannte ich bisher nur von einem Schüleraustausch mit Ningbo (China). Die Leute und vor allem diese doch so fremde Kultur hatten mich begeistert und dieser kurze Einblick genügte, um mir diese Region schmackhaft zu machen.

Nachdem ich nun grob die Region wusste, schaute ich mich nach einem passenden Projekt um. Ich stand vor der Qual der Wahl und musste mich entscheiden, ob ich lieber in einem Kinderheim helfe, als Lehrerassistenz in Schulen mitwirke oder einen ökologischen Garten betreue. Ich wusste, dass ich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten will. Da für mich der Sport eine ideale Möglichkeit bietet, interkulturelle Brücken zu überwinden, hielt ich nach ansprechenden Projekten Ausschau.
Hier stand zuerst die Internetrecherche an. Nachdem ich mich auf in Frage kommende Projekte bei einigen Organisationen beworben hatte, wurde ich von einigen zum persönlichen Kennenlernen eingeladen.
Nach unzähligen Bewerbungsgesprächen und Auswahlseminaren landete ich beim „Verein für Soziale Dienste International“. Dieser Verein entsendet jedes Jahr junge Freiwillige in die ganze Welt. Indien, die Philippinen, Südafrika und die USA sind nur einige der Projektstandorte.

indien_elefantFür mich wird die Reise nach Indien gehen. Die Aufgabe für mich lautet nun, Sportlehrer und Freizeitbetreuer für Jugendliche in Noida, in der Nähe Neu Delhis zu werden. Durch eine individuelle pädagogische Betreuung sowie ein Vorbereitungsseminar mit den anderen deutschen Freiwilligen bin ich nun dabei, mich auf all die Herausforderungen vorzubereiten, die mich erwarten werden. Hier ist vor allem Selbstständigkeit gefordert, wenn es heißt, ein internationales Konto zu eröffnen oder auch, sich beim Tropenarzt gegen Hepatitis, Typhus, Tollwut und viele Tropenkrankheiten impfen zu lassen.
Trotz all des Stresses mit weiteren Dingen wie Flug buchen, Visa beantragen und Spenderkreis aufbauen blicke ich meiner Ausreise mit Freuden entgegen und kann kaum erwarten, dass es endlich losgeht.

Mehr erfahrt ihr demnächst!