Jahresanfang oder Fastenzeit – das sind meist die Anlässe für gute Vorsätze. Die Ernährung umstellen und (mehr) Sport machen, ein organisierteres Leben führen und ordentlicher werden oder sich in der Schule/Uni oder im Job verbessern – all das sind typische Vorsätze, wie man sie oft gehört und sich vielleicht auch schon selbst vorgenommen hat. Beim Wort „Vorsätze“ denkt man wohl eher weniger daran, ein ganzes Jahr lang einen Gegenstand pro Tag aus seinem eigenen Haushalt zu verschenken. Doch genau das hat sich Annika fest vorgenommen. Die 28-jährige hat aus diesem Grund auch den Blog 366 days – Das Projekt „halbleere Designerwohnung“ erstellt, auf dem sie über ihr Projekt berichtet und der sie selbst und ihre Leser motivieren will, ihr Ziel nicht über Bord zu werfen.

Darauf stellt sie jeden Tag den Gegenstand vor, den sie aussortiert hat und erzählt die dazugehörige Geschichte, was ihr helfen soll, sich leichter davon zu trennen. Und was passiert dann mit den aussortierten Dingen? Die werden verschenkt oder gespendet – manche gibt Annika direkt an Bekannte/Freunde weiter. Doch bei vielen der Gegenstände haben auch die Leser des Blogs die Möglichkeit, sie auf Anfrage zugeschickt zu bekommen. Im Gegenzug sollen sie Annika schreiben, was sie damit vorhaben oder wem sie es selbst schenken. Wenn ein Gegenstand innerhalb einer Woche jedoch keinen neuen Besitzer gefunden hat, wird er an die Caritas gespendet oder findet seinen Platz auf ebay.

Die ersten Wochen hat Annika nun bereits hinter sich. Der Anfang ist ihr bisher kaum schwer gefallen. Am Ende der ersten Woche beschreibt sie ihre Erkenntnisse über das Ausmisten so: „Aussortieren ist ansteckend und macht süchtig.“ Da geht die Motivation gleich in den Leser selbst über und man ist versucht, selbst ganze Regale und Schubladen auszuräumen, um Platz wirklich Brauchbares zu schaffen. Denn Aussortieren ist oft ganz schön befreiend und kann auch Spaß machen. Natürlich haben nicht alle Gegenstände sofort ein neues Zuhause gefunden, doch davon lässt sich Annika nicht weiter beirren. Obwohl es auch nach den ersten drei Wochen ein wenig anstrengender wurde, neues herauszusuchen, was sie aus ihrer Wohnung „verbannt“, macht sie das Projekt auch zufrieden und glücklich und man sieht wohl auch schon Ergebnisse in ihrer Wohnung, wie sie selbst in einem Blogpost schreibt.

Oft wird Annika die Frage gestellt, ob sie überhaupt ganze 366 Gegenstände hat, die sie wirklich entbehren kann. Doch die kann sie selbst nicht genau beantworten. Auf die Antwort ist sie schon selbst gespannt, denn die wird sie wohl erst am Ende des Jahres beantworten können. Wir werden ihren Blog auf jeden Fall weiter verfolgen und sind ebenfalls sehr gespannt, wie es weitergeht.

Der Link zum Blog: https://366dayschallengeblog.wordpress.com/

Foto: Foto von Annikas Seite, das Kreuz könnt ihr bis zum 16.02. bekommen!

So nimmst auch du deine guten Vorsätze in Angriff!

Nimmst du dir auch jedes Jahr von neuem vor, etwas in deinem Leben zu ändern oder zu verbessern? Und obwohl du dir nichts vornimmst, das mit dem Projekt von Annika vergleichbar wäre, scheiterst du spätestens nach ein paar Stunden, Tagen oder Monaten an deinen Vorsätzen? Hier sind einige Tipps, mit denen es dir sicher leichter fallen wird, an deinen Zielen festzuhalten:

– Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor, sonst wirst du den Überblick verlieren und ganz schnell überfordert sein.
– Du solltest dir außerdem immer nur Dinge vornehmen, die wirklich machbar und realistisch sind
– Am Besten legst du auch den Zeitraum / Zeitpunkt für jeden Vorsatz einzeln fest (sonst schiebt man ihn immer vor sich her und sagt sich, man habe ja noch das ganze Jahr Zeit…)
– formuliere die Vorsätze möglichst genau (z. B. statt ich möchte öfter Sport machen→ ich möchte zwei Mal in der Woche Sport machen)
– belohne dich bei Erfolgen (auch wenn sie klein sind) selbst, denn das spornt an, größere Ziele auch in Angriff zu nehmen
– Man kann sich als Hilfe auch einen „Vorsatz-Partner“ suchen (jemanden, der sich das gleiche Ziel gesetzt hat), mit dem man sich über Fortschritte und Herausforderungen austauschen kann. So kann man sich sich gegenseitig bei Problemen helfen und motivieren
– Du kannst dir zusätzlich einige Motivationshilfen wie Bilder oder Zitate ins Zimmer hängen, um nicht nach und nach die Motivation, die man am Anfang des Jahres hatte, zu verlieren, schließlich wirst du regelmäßig an das erinnert, was du dir vorgenommen hast