Wie schaffen es Designer eigentlich, dass wir beim Schauen einer Werbung für ein braunes, süßes Prickelgetränk direkt Durst auf selbiges bekommen? Natalie Praß interessierte schon immer das Zusammenspiel von Bildern, Musik und Inhalt einer Werbekampagne. Schnell war klar, dass es nach der Schule gestalterisch weitergehen sollte. So hat sie den Bachelor Kommunikationsdesign und anschließend den Master Kommunikations- und Produktdesign an der FH Aachen absolviert. Nun arbeitet sie erfolgreich bei der Werbeagentur Carabin Creatives in Aachen. Wie man sich für das Studium bewerben kann, erzählt sie hier.
„Etwas mit Design“ beinhalten alle drei Designstudiengänge der FH Aachen. Die Fachhochschule bietet die Bachelor Kommunikationsdesign und Produktdesign und die Kombination aus beiden Kompetenzen als Master an. Produktdesign beschäftigt sich mit der Konzeption und Realisation von innovativen Produkten. Kommunikationsdesign dagegen visualisiert menschliche Interaktion.
Es komme nicht hauptsächlich darauf an, gut zeichnen zu können, erklärt Natalie Praß: „Man muss überlegen, ob man Lust hat, kreativ zu arbeiten, kreativ zu denken, Dinge zu analysieren, um herauszufinden, was eine Zielgruppe möchte.“ Sie war immer schon sehr technikinteressiert, probierte viele Programme aus und interessiert sich vor allem für Websites und Apps.
Den Großteil seines Arbeitsalltags verbringt der Designer vor dem Computer, natürlich wird auch auf einem Grafiktablet skizziert. Natalie sagt selbst: „Ich scribble auch, aber das sieht wirklich scheußlich aus.“ Beim Skizzieren geht es hauptsächlich darum, die Idee auf eigene Weise festzuhalten, so dass man selbst später versteht, was man sich dabei gedacht hat.

Vorerfahrung in Theorie & Praxis

Vor Beginn des Bachelors muss man eine Mappenprüfung absolvieren. Die Mappe enthält eigene kreative Arbeiten. Das können Skizzen, Fotografien oder kleine fiktive Projekte sein. „Es zählt nicht, wie gut es gezeichnet ist oder wie viele verschiedene Techniken angewandt worden sind, sondern es geht darum, was sich der Bewerber dabei gedacht hat und wie er auf die Idee gekommen ist.“ In die Mappe kommt zudem noch eine Hausaufgabe, die die Bewerber per Post erhalten. Ist die Prüfung bestanden, folgt noch das gängige Online-Bewerbungsverfahren. Zudem ist der Nachweis eines Praktikums im Designbereich erforderlich.

Designer im Beruf

Als Designer hat man die Möglichkeit in kleinen Büros, in Designabteilungen von Unternehmen, als Freelancer, Selbstständiger oder, wie Natalie Praß, in einer Agentur zu arbeiten.
Auf die Frage, was ihr an ihrem Beruf am besten gefällt, antwortet Natalie spontan mit einem Lächeln: „Die kreativen Kollegen!“ Außerdem findet sie es toll, dass sich die Designbranche technisch und gestalterisch immer weiterentwickelt und man immer wieder Neues dazulernen muss. „Ich liebe es, mir neue Programme anzueignen und mir neue Gestaltungstechniken beizubringen“, so Natalie Praß.

mappenberatung
Die nächsten Mappenberatungen:
22. November & 17. Januar.
Infos: www.fh-aachen.de/fachbereiche/gestaltung/
Fragen zum Designstudium? Natalie Praß beantwortet gerne Fragen: n.prass@carabincreatives.com
Außerdem gibts persönliche Beratung über: neugierig@design.fh-aachen.de