Bei einer unserer Redaktionssitzungen kam das Gespräch auf Lasertag. Warum lehnen so viele Lehrer den Besuch der Lasertag-Arena ab? Wir wollten den neuen Funsport einfach mal ausprobieren und sind zur LaserZone gefahren.

Nach unserem Besuch muss ich sagen: Lasertag ist der ideale Sport: leicht zu verstehen, aufregend, modern.
Es spielen mindestens zwei Teams gegeneinander, in einem fast komplett abgedunkelten Raum. Das Ziel ist es, möglichst viele Punkte für sein Team zu gewinnen, indem man gegnerische Spieler „abschießt“. Dazu trägt jeder Spieler eine Weste (die in der Farbe des Teams leuchtet) und hat einen „Phaser“. Daraus schießt man farbige Laserstrahlen auf andere Spieler. Wer getroffen wurde, ist für einige Sekunden raus – man kann nicht schießen und nicht abgeschossen werden, die Weste leuchtet nicht mehr.
Ich weiß, ich weiß: Das hört sich ganz okay an, aber nicht unglaublich. Der Thrill im Spiel kommt dadurch, dass … Also so genau weiß ich das auch nicht, es ist einfach so. Vielleicht liegt es daran, dass jede Strategie nach höchstens fünf Minuten aufgegeben wird, weil die Gruppe eh nicht zusammenbleibt. Vielleicht liegt es daran, dass man glaubt, man passe auf, aber trotzdem immer wieder von hinten getroffen wird. Vielleicht liegt es an den unangenehmen Situationen, wenn sich zwei gegnerische „tote“ Spieler gegenüberstehen und darauf warten, dass sie aufleuchten, um sich gleich wieder abzuschießen, und vielleicht liegt es insgesamt an der Idee, andere abzuschießen, ohne sich zu verletzen. Aber wahrscheinlich ist es einfach alles zusammen.
Bemerkenswert ist auf jeden Fall die Technik. Sei es, dass man abgeschossen wurde, dass man nicht beide Hände am Phaser hatte oder irgendetwas anderes passiert: Man wird von einer englischen Männerstimme benachrichtigt, ohne dass die anderen es hören können – und ohne Kopfhörer! Keine Ahnung, wie das funktioniert, aber der Effekt ist immens. An dieser Stelle muss noch gesagt werden, dass ich unseren Ausflug in die LaserZone Würselen als Grundlage für den Text genommen habe und manche Sachen nicht in allen Hallen gleich sind.
Die Mindest- bzw. Höchstanzahl an Teammitgliedern variiert von Halle zu Halle, üblich sind mindestens zwei und maximal 16 Personen. Es ist wahrscheinlich leicht, sich vorzustellen, dass zwei gegen zwei nicht so aufregend ist wie 16 gegen 16 – je mehr, desto besser. Ich würde sagen, so ab fünf Spielern pro Gruppe macht es richtig Spaß.
Ein Tipp, falls ihr es jetzt auch ausprobieren wollt und überlegt, wie viele Spiele ihr vorbestellen sollt: Lasertag ist (mehr oder weniger) anstrengend. Natürlich muss jeder für sich entscheiden, wie lange er/sie spielen will. Was ich sagen kann ist, dass ich – als durchschnittliche Sterbliche – zwei Runden à 15 Minuten gut hintereinander vertrage. Außerdem lohnt es sich, Preise zu vergleichen, denn ab mehreren Spielen gibt es besondere Angebote.

Lasertag als Klassenausflug?

Ach, und noch was. Ein Spiel wie Lasertag eignet sich hervorragend als Klassen-/Kursausflug. Seid aber bitte nicht enttäuscht, denn die meisten Lehrer erlauben das nicht. Es ist „pädagogisch nicht wertvoll“, sich gegenseitig abzuschießen. Meiner Meinung nach sind wir alt genug, die Unterschiede zwischen Spiel und Realität zu erkennen. Ich bezweifle also, dass Leute, nachdem sie Lasertag gespielt haben, Amok laufen werden, wenn sie es vorher nicht auch getan hätten. Aber das ist meine Meinung (man beachte, dass die Autorin dieses Artikels unter 30 ist). Nur auch das kann nichts daran ändern, dass es für schulische Veranstaltungen verboten ist.
Ach ja, die wunderbaren „Privilegien“ der Minderjährigkeit.

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Das sagen die Experten

Ursprünglich stammt die Idee zum Spiel aus den USA. Dort entwickelte das Militär Ende der 1970er Jahre ein auf Infrarotstrahlen basierendes System, das militärischen Übungen dienen sollte. Bereits 1982 kam der Unternehmer George Carter jedoch auf die Idee, dieses System als spielerisches Punktspiel zu benutzen. 1984 eröffnete in Dallas die erste Lasertag-Arena.
Das Spiel an sich ist einfach: Alle Teilnehmer ziehen Westen an, auf denen Sensoren befestigt sind. Diese gilt es dann mit dem Phaser zu markieren. Die Phaser erwecken häufig den Eindruck, als stammten sie aus Sciene-Fiction-Filmen wie Star Wars oder Star Trek. Sobald man einen Gegner an einem der Sensoren mit dem Laserstrahl markiert hat, wird dessen Phaser für kurze Zeit gesperrt. Durch den Treffer bekommt der Spieler Punkte. Am Ende siegt das Team, das die meisten Punkte erzielen konnte.
Lasertag wird heute als eine Art modernes Räuber-und-Gendarm-Spiel gesehen.
Teambuilding und Zusammenhalt stehen im Fokus, dadurch liefert Lasertag einen starken pädagogischen Ansatz. Pädagogen der FH Frankfurt sehen Lasertag als Spiel, bei dem es um sportliches Fair Play geht.

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Lasertag in der Region

LaserZone Aachener Kreuz
Sankt-Jobser-Straße 47
52146 Würselen
02405 8023144
www.laserzone.info
1 Spiel: 6 Euro
10er-Paket: 5 Euro je Spiel

Black LaserTag Aachen
Jülicher Straße 392
52070 Aachen
www.black-lasertag.de
Ab 10 Jahren, Einverständniserklärung der Eltern nötig
Dienstagsflat: am Dienstag 3 Stunden spielen für 14,90 Euro

Lasertag Stolberg Dark-Tagger
Buschmühle 1-5
52222 Stolberg
www.lasertag-stolberg.de
Spiel: 6,00 Euro / 3 Spiele:
15,00 Euro

Lasergame Kerkrade
Roda J.C. Ring 2H,
6466 NH Kerkrade, Nederland
www.lasergamekerkrade.nl
Ab 8 Jahren