Einen der letzten Sommerabende konnten die Besucher am letzten Samstag im Kennedypark genießen.
Viele Familien grillen, Kinder spielen, ein paar Jogger sind unterwegs. Ein schöner lauer Spätsommerabend. Perfekt um die Vorstellung von „Im Winter so schön“ im Freien zu genießen. Eine wirkliche skurrile Krimikomödie mit viel Witz an den richtigen Stellen und einer großen Portion Öcher Charme.
Es ist die Abschlussarbeit dreier Grafikstudenten der Fachhochschule Aachen, Daniel Rau, Matthias Mettenbörger und Piotr Dominik Kochalski.

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Eigentlich sollte nur ein Kurzfilm entstehen, da für eine solche Studentenarbeit natürlich kein sehr großes Budget zur Verfügung steht. Doch schnell wurde dem Team um die drei Initiatoren klar, dass die Geschichte in einem Langfilm erzählt werden muss.

Die Geschichte:
Der gestresste fast schon cholerische Erhard ist auf dem Weg aufs Land, um dort einen Freund zu treffen. Als er auf dem Weg einen alten Mann anfährt, will Erhard auch noch Geld von diesem, für die Reparatur seiner verbeulten Motorhaube, so ein Mensch ist Erhard also. Dieser Konflikt endet mit einem vermeintlichen Mord an dem alten Mann.
Erhard lässt die Leiche mit seinem, sowieso gestohlenen, Auto verschwinden und macht sich zu Fuß, durch den Wald ins Dorf. Dort kehrt er in einem Gasthof ein und trifft auf Emma, die 12-jährige Tochter der Wirtin. Emma ist das einzige Kind in diesem Dorf und hat selbstverständlich die Langeweile ihres Lebens.
Sie hat den Mord beobachtet und erpresst nun Erhard, damit er ihr bei der Suche nach ihrem Vater hilft. Der ist nämlich verschwunden, und Emma kann nicht glauben, dass der einfach abgehauen sein soll.
Das ungleiche Paar begibt sich auf Spurensuche und deckt ein schauriges Geheimnis auf. Und das ganze Dorf wusste Bescheid …

Fun Facts:
• Das Budget des Films waren lediglich 30.000 Euro, welches hauptsächlich für Reisekosten und Technik ausgegeben wurde, alle Schauspieler im Film haben auf ihre Gage verzichtet. Technisch ist der Film nicht von einer herkömmlichen deutschen Filmproduktion zu unterscheiden.
• In der ersten Hälfte des Films gibt es eine zehnsekündige Szene mit einem Schaf, deren Dreh circa acht Stunden gedauert hat.
• Im Film verpasst Ivan Jurcevic, im echten Leben mehrfacher Weltmeister und Vize-Weltmeister im Kickboxen, einem Schauspielkollegen einen Faustschlag. Dies wurde mehrmals gedreht und so kam es aus Versehen zu einem echten Treffer. Diese Szene wurde dann für den Film ausgewählt.
• Drehorte sind die Eifel und Aachen, wie der Aachener Wald oder das Gut Entenpfuhl

Anfang nächsten Jahres soll der Film – hoffentlich – im öffentlich-rechtlichen Fernsehen laufen. (Er lief bisher nur einmal im Apollo).

Text & Fotos: Julia Kessen