Eine verschmutzte Bühne voll mit Pappbechern und dann geht es auch noch um die Umwelt und was wir dazu beitragen, dass sie immer verdreckter wird.
Wie wird das wohl, habe ich mich gefragt, als ich in dem Tanz-Theaterstück TRASHedy war.

Mit eleganten Tanzschritten und oft sehr dramatisch überspitzten selbst gezeichneten Bildern bringen die Darsteller Leandro und Constantin einem das Thema näher. Sie fangen pantomimisch und mit schönen Klängen, bei der Unterwasserwelt an und zeigen nach und nach immer mehr die Wirklichkeit. Zum Beispiel, eine Kuh die brutal ermordet wird, damit wir Schuhe tragen können oder von wo auf der Welt die Teile für ein Smartphone herkommen und wer dafür alles arbeiten muss.

Das Puplikum wird sogar aktiv mit eingebunden, indem man den Darstellern seine persönlichen Gegenstände, wie einen Schuh oder einen Kugelschreiber geben kann, den die dann in eine selbstgezeichnete „Maschine“ stecken, um zu schauen, wo dieser Gegenstand überall seine Herstellungsspuren hinterlassen hat.

Das Tanzteam ist mit diesem 5 Jahre alten Stück international unterwegs, wie jetzt in Japan. Der Zweck ihres Projektes ist es, der Welt dieses Thema näher zu bringen. Die Themen werden dabei nicht verändert. Für die Darsteller persönlich hat sich recht wenig verändert – Constantin kauft sowieso gerne Secondhand ein und Leandro isst seitdem er 10 ist, kein Fleisch mehr.

Nach dem man aus dem Stück rausgegangen ist, stellte man sich die Fragen: Was brauche ich eigentlich wirklich im Leben? Brauche ich 5 Sonnenbrillen oder reicht es eine zu besitzen? Und muss ich jeden Tag unötige Gespräche auf meinem Smartphone anfangen, oder verbringe ich diese Zeit viel lieber direkt mit diesen Menschen?