Vor knapp einem Jahr haben wir über den damals elfjährigen Konstantin und seinen Wunsch, eine BMX-Bahn zu errichten, geschrieben. Mit Hilfe vieler gesammelter Unterschriften, der Unterstützung von Herr Dupont, welcher zuständig für die Bürgeranfragen in Aachen ist, und der Stadt Aachen sowie der Landesregierung NRW (die das Projekt finanziell unterstützt) hat es Konstantin geschafft, seinem Traum von einer BMX-Bahn in Aachen ein Stück näher zu kommen. Jetzt wollten wir erfahren, wie der aktuelle Stand ist und wie es weitergeht.

2015 fingen Konstantin und seine Freunde an, sich mit dem Thema „BMX-Bahn fürs Südviertel“ auseinanderzusetzen. Der Grund, weswegen er sich so stark für dieses Projekt einsetzte, war, dass ihm auffiel, dass es in der Stadt Aachen keinen richtigen Ort in der Nähe des Hangeweihers gab, an dem er und seine Freunde dem gemeinsamen Hobby nachgehen können. Nachdem er einige Politiker und Parteien überzeugte, hat es Konstantin tatsächlich geschafft, sein Projekt zum Laufen zu bringen. Es wurden sogar Gelder des Landes NRW dafür bewilligt. Baustart sollte 2017 sein. Obwohl der Baustart und der Standort inzwischen zweimal verändert wurden und das Projekt nicht exakt nach Konstantins Knetmodell umgesetzt werden soll, ist er optimistisch: „Ich freue mich, dass es vorwärts geht, und ich bin stolz, dass durch meine Initiative so ein großes Projekt umgesetzt werden kann.“
Laut Björn Gürtler vom Presseamt soll das Projekt in diesem Jahr auf jeden Fall noch umgesetzt werden, da die Gelder für dieses Projekt in diesem Jahr abgerufen werden müssen.
Nachdem zuerst der Standort im Hangeweiherpark und auch der im alten Klinikumspark – heute Nelson-Mandela-Park – sich als ungeeignet erwiesen, soll die BMX-Bahn ab Frühjahr 2018 auf dem Pumptrack des Jugendzentrums St. Hubertus gebaut werden, was laut Konstantin für ihn und seine Freunde immer noch praktisch zu erreichen sein wird.
Der hier schon vorhandene Pumptrack aus Erde soll geteert und nach Abstimmung mit Konstantin durch Hindernisse ergänzt werden. Dies bietet vielseitigere Möglichkeiten für alle Sportler, und die BMX-Fahrer haben die Möglichkeit, verschiedene BMX-Sonderelemente zu nutzen, so Konstantin. Auch mit Laufrädern, Rollern und Inlinern/Skates kann die Bahn zukünftig befahren werden.
Mittlerweile hat sich das BMX-Projekt rumgesprochen und viele Freunde und Bekannte von Konstantin schafften sich ebenfalls ein BMX-Rad an und sind begeistert.
Bisher hat die BMX-Bahn/der erweiterte Pumptrack noch keinen Namen, jedoch darf Konstantin diesen selbst bestimmen.
Ob und wie der Ort anschließend kreativ gestaltet wird, ist noch offen, aber für den heute Zwölfjährigen steht sowieso etwas anderes im Mittelpunkt: Seine größte Hoffnung für das Projekt ist nämlich, „dass viele Kinder nicht mehr vor der Playstation sitzen, sondern sich auf dem Pumptrack austoben“.

Von Luisa Beckers und Linn Muscheid